Google KI Suche - was ist neu

Google baut die Suche neu. Das sind die 5 wichtigsten Neuerungen

Andi

E-Commerce, Web-Beratung & SEO

IN BRIEF

Google hat beim jüngsten I/O-Event angekündigt, dass die Suche revolutioniert wird. Mittelfristig wird es einige Änderungen geben. Denn die Suchmaschine, wie wir sie kennen, wird von Grund auf neu gedacht. KI ist dabei nicht mehr ein Add-on, sondern das Herzstück. Damit du beim nächsten Apéro mitreden kannst, haben wir die wichtigsten Neuerungen für dich zusammengefasst.

Die Suche neu gedacht

Generative UI: Kein statisches Layout mehr

Dieses Update ist kein gewöhnliches Interface-Update. Die Suche verarbeitet künftig Texte, Bilder, Videos und sogar geöffnete Browser-Tabs gleichzeitig. Und baut so in Echtzeit ein individuelles Sucherlebnis für dich, bzw. deine Anfrage zusammen. Statt einer für alle gleichen Trefferliste generiert die KI für jede Anfrage eine eigene Ansicht: Mit Infografiken, Tabellen oder interaktiven Elementen, abhängig davon, was du gerade brauchst. Das ist schon sehr revolutionär.

Dieses Konzept nennt Google «Generative UI». Es ist der Wechsel von einer statischen Seite zu einem dynamischen Interface, das sich deiner Intention anpasst – und nicht umgekehrt.

Das Basisrollout läuft bereits weltweit auf Desktop und Mobile. Die komplexeren Layouts folgen gemäss Google schrittweise ab Sommer 2026.

Was heisst das für dein Unternehmen? Inhalte müssen relevanter und einmaliger werden. Du musst es schaffen, damit in die KI-Vorschläge zu kommen. Das geht nur mit guten Inhalten. KI-generierte Texte werden übergangen.

Dein persönlicher Google-Assistent

Spark: Der Agent, der mitdenkt

Google stellt mit Spark einen KI-Agenten vor, der dauerhaft im Hintergrund aktiv ist. Er liest E-Mails mit, kennt deinen Kalender und hat Zugriff auf alle verknüpften Google-Dienste. Spark kann automatisch aktiv werden – zum Beispiel, wenn eine E-Mail mit einer konkreten Aufgabe reinkommt.

Langfristig ist die Vision noch grösser: Mit deiner Freigabe und einem vorher festgelegten Budget soll Spark eigenständig handeln können – Buchungen vornehmen, Reservierungen machen, Rechnungen begleichen. Ein KI-Assistent, der nicht nur vorschlägt, sondern auch umsetzt.

Die Beta startet im Sommer 2026 für Google AI Ultra-Abonnent:innen in den USA, danach folgt eine Preview für Google Workspace Business-Kund:innen.

Was heisst das für dein Unternehmen? Du kannst mit Google einen Assistenten einsetzen, der für dein Unternehmen Tasks abarbeitet. Wie immer ist auch hier das Konzept entscheidend. Lass den Agenten nicht einfach „alles“ machen. Sondern überlege dir, wo er Mehrwert bringen kann. Und wo nicht.

Multimodaler Content auf Knopfdruck

Gemini Omni: Text, Bild, Video und Audio in einem

Googles neue Content-KI kann alle gängigen Medientypen gleichzeitig verarbeiten – ohne intern umständlich zwischen verschiedenen Formaten hin und her zu übersetzen. Du lädst einen Mix aus Dateien hoch und erhältst daraus generierten Content: Aktuell vor allem Videos, künftig auch Bilder und Audio.

Was besonders interessant ist: Du kannst die Videos per Chat oder Sprachbefehl bearbeiten. Jede Anweisung baut logisch auf der vorherigen auf. Das Modell soll dabei nicht nur Charaktere visuell konsistent halten, sondern erstmals auch physikalische Gesetze wie Schwerkraft berücksichtigen. Das macht es vor allem für Produkt- und Kampagnenvideos spannend.

Das erste Modell der Familie, Gemini Omni Flash, ist jetzt für Abonnent:innen von Google AI Plus, Pro und Ultra verfügbar – und kostenlos für YouTube Shorts- und YouTube Create-Nutzer:innen.

Was heisst das für dein Unternehmen? Lerne, wie du Inhalte generieren kannst. Aber pass auch hier auf: Wenn du die gleichen KI-Videos generierst, wie alle, verlierst du deine Einmaligkeit und bist sehr schnell ersetzbar.

Werbung trifft KI-Kontext

Anzeigen, die sich der Unterhaltung anpassen

Google integriert Werbung direkt in die KI-Antworten. Die neuen Anzeigenformate fügen sich in die laufende Konversation ein und sind – mit einem «Sponsored»-Label gekennzeichnet – visuell und inhaltlich auf die jeweilige Suchabsicht zugeschnitten. Anstatt statischer Banners erscheinen kontextuelle Zusatzinfos genau dann, wenn sie relevant sind. Neben der KI-Suche sollen solche Formate auch im Shopping-Bereich erscheinen. AI Max – das vollautomatische Kampagnensystem von Google – wird dabei schrittweise zum Standard für alle Kampagnen im KI-Suchuniversum.

Erste Pilotprojekte laufen bereits; der breitere Rollout ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant. AI Max ist bereits weltweit verfügbar.

Was heisst das für dein Unternehmen? Du musst deine Ads in neue Kanäle schalten. Negativ formuliert, wirst du noch abhängiger von Google und musst da Geld ausgeben. Andererseits kann dein Ad bei sehr spezifischen Anfragen angezeigt werden. Das erhöht natürlich den Fokus deiner Ads. Und hoffentlich auch die Effektivität.

Analysen per Chat statt Dashboard-Klickmarathon

Ask Advisor: Dein KI-Sparringspartner für Marketing

Wir kennen es alle: Du willst wissen, warum eine Kampagne underperformt, und landest in einem Labyrinth aus Dashboards. Google will das mit Ask Advisor ändern. Das Chat-Interface verbindet Google Ads, Analytics, das Merchant Center und die Google Marketing Platform zu einer einzigen Anlaufstelle. Per Texteingabe kannst du komplexe Datenanalysen anstossen, Kampagnenfehler aufspüren lassen oder Probleme im Produktfeed beheben – ohne dich durch verschiedene Tools klicken zu müssen.

Aktuell läuft ein geschlossenes Pilotprojekt; der breitere Beta-Zugang für Werbekund:innen folgt im Verlauf von 2026.

Was heisst das für dein Unternehmen? Du kannst sehr spezifische Marketing-Fragen stellen und erhältst ein besseres Verständnis über dein digitales Marketing. Wichtig: Du musst die Basics kennen. Wenn du nicht weisst, wie digitales Marketing funktioniert, weisst du gar nicht, welche Fragen gestellt werden müssen.

 

Zukunftsmusik

Was noch kommt – ein Ausblick

Ebenfalls angekündigt, aber vorerst nur für den US-Markt relevant: Google arbeitet an einem universellen Warenkorb, über den Nutzer:innen Produkte direkt aus KI-Chats, YouTube-Videos oder Gmail-Nachrichten kaufen können. Die KI sucht dabei im Hintergrund nach Rabatten und wickelt den Kauf über Google Wallet ab. Wann das nach Europa kommt, ist noch offen – aber die Richtung ist klar: Google will nicht nur gefunden werden, sondern auch den Kaufabschluss übernehmen.

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